Die Epoche der Intellektuellen
1898-2001. Geburt, Begriff, Grabmal
Bering, Dietz
Inhaltsbeschreibung
Ich kann mir nicht denken, dass Politik ohne die lästige Assistenz der Intellektuellen eine geschichtliche Chance hat.
(Max Frisch)
Die Intellektuellen sind tot. Ist das ein Gerücht oder eine bittere Wahrheit?
Antworten findet man in Berings Grundlagenwerk, das die gesamte Biographie des umstrittenen Begriffs verfolgt. So entsteht ein Bild einer ganzen Epoche: von seiner Geburt im Frankreich der Dreyfus-Affäre, über die lebensgefährlichen Zeiten reinen Schimpfwortgebrauchs bei den Nazis und den moskauhörigen Marxisten.
In Deutschland kam es erst nach 1945 zu einem positiven Verständnis von Intellektueller . In der Gruppe 47 und durch die Spiegel-Affäre zu Kräften gekommen, konnte er im Deutschen Herbst 1977 die offene Feldschlacht wagen. Sein Ende nahte erst, als die Postmoderne und die Umwälzungen von 1989 die Basis der Intellektuellen zerbrachen: den festen Besitz universeller Werte, gestützt von durchgreifenden Theorien. Bering konstatiert: Nie waren die Intellektuellen lebenswichtiger als in dem Moment, als sie totgesagt wurden. Denn gerade da schuf die Globalisierung Probleme ungeahnten Ausmaßes.
Das Buch enthält ein Hieb- und Stichwortregister der Intellektuellenfeinde und ein Gegen-SchlagWortregister der Intellektuellen. Die Sammlung von Hunderten verschiedenen Ausprägungen des umkämpften Begriffs machen es zu einem einzigartigen Kompendium.
Produktinformationen
Die Epoche der Intellektuellen
1898-2001. Geburt, Begriff, Grabmal
Bering, Dietz
Verlag: Berlin University Press (2010)
Sprache: Deutsch
Gebunden, 756 S.
ISBN-10: 3-940432-91-1
ISBN-13: 978-3-940432-91-9
KNV-Titelnr.: 26425411
Über den Autor
Bering, Dietz
Prof. Dr. Dietz Bering lehrte an der Universität zu Köln historische Sprachwissenschaften. 1981 gehörte er zu den Gründungsfellows des Wissenschaftskolleg zu Berlin . Grundlegende Werke: Der Name als Stigma. Alltagsantisemitismus 1812-1933 (1987), Kampf um Namen. Bernhard Weiß gegen Joseph Goebbels (1991)
